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Echterdinger Glückspilze, Teil zwei


Nun ist es doch passiert: NAFI Stuttgart zieht seine Mannschaft zurück, wovon der Filder-Landesligist im Abstiegskampf profitiert. Trotzdem gehen mindestens elf Spieler.
In der Gerüchteküche hatte es schon am Tag zuvor zunehmend gebrodelt. Am gestrigen Donnerstagvormittag erreichte Christopher Eisenhardt dann die offizielle Bestätigung. Und nicht einmal eine halbe Stunde später war das Handy des Trainers quasi am

Explodieren, wie jener mit einem Lachen sagt. Um die 50 Nachrichten, alle zum selben Thema – zu einem Thema, das die gerade noch hart auf dem Boden gelandeten Fußballer des TV Echterdingen schlagartig auf Wolke sieben katapultiert. Keine Abstiegsrelegation, sondern direkter Klassenverbleib. Der Filderclub tritt definitiv auch in der nächsten Saison in der Landesliga an. Verantwortlich für das unverhoffte Happyend ist der seit Monaten kriselnde Staffelrivale NAFI Stuttgart, der entgegen aller eigenen Ankündigungen nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen wird.
Mehr: die Wahl-Zuffenhausener stehen vor der Auflösung ihres Vereins. Nachdem zuletzt Kooperationsgespräche mit dem FC Esslingen und Türkspor Stuttgart gescheitert waren, haben die Verantwortlichen sich nun notgedrungen dazu entschlossen, den Laden dicht zu machen. Die Erkenntnis: es gibt keinen Rettungsweg mehr. Schon seit der Winterpause waren massive Finanznöte bekannt geworden, in deren Folge der vorherige Titelanwärter in der Tabelle vom zweiten auf den elften Platz durchgereicht wurde. Auch war bereits klar gewesen, dass alle Spieler gehen. Am Mittwoch hat NAFI Stuttgart schließlich die Meldefrist zur neuen Landesliga-Runde verstreichen lassen, was die automatische Rückstufung ans Ende des Klassements bedeutet. Gefolgt ist die Mitteilung an den Württembergischen Fußball-Verband, auch auf einen künftigen Start eine Klasse tiefer, in der Bezirksliga, zu verzichten.
Die Profiteure sind eben der TV Echterdingen sowie der TSV Weilheim, Eisenhardts Ex-Verein. Letzterer verbessert sich damit vom vermeintlichen Direktabsteiger zum Relegationsteilnehmer. Eisenhardt und die Seinen klettern derweil ans rettende Ufer. „Das freut uns natürlich“, sagt der Coach und konstatiert: „Wir haben in dieser Saison sehr viel Pech gehabt.“ „Jetzt“, so seine Einschätzung, „werden wir dafür belohnt, dass wir trotzdem immer hart weiter gearbeitet haben.“ „Einfach nur große Erleichterung“ verspürt hingegen der Abteilungsleiter Phillip Wunsch. Für ihn ergibt sich eine erstaunliche Parallele zur vergangenen Saison. Auch vor ziemlich genau einem Jahr waren die Echterdinger nach einer kaum mehr für möglich gehaltenen Wende zu den finalen Glückspilzen avanciert. Seinerzeit verhalf ihnen die sportliche Schützenhilfe der Konkurrenz am letzten Spieltag noch zum Ligaverbleib.
Der ultimative Nervenkitzel, das Relegationsendspiel am 23. Juni, bleibt den Gelb-Schwarzen nun erspart. Stattdessen verabschieden sie sich in die Sommerpause – zumindest die Spieler. Auf Eisenhardt und Wunsch wartet noch reichlich Arbeit. Stichwort Kaderplanung. Jene war wegen der ungeklärten künftigen Klassenzugehörigkeit zur Hängepartie geraten. Unter den aktuellen neuen Voraussetzungen dürften laut Wunsch „einige Entscheidungen leichter fallen“.
Klar ist allerdings bereits, dass die Echterdinger erneut vor einem größeren Umbruch stehen – ganz anders als ursprünglich geplant. Elf sichere Abgänge stehen im Kontrast zu dem eigentlichen Vorhaben, in der Mannschaft endlich wieder Kontinuität und Ruhe einkehren zu lassen. Zu streichen sind aus dem Kader nach den bereits vermeldeten Aron Zogaj (Calcio Leinfelden-Echterdingen), Nils Schaller (SV Bonlanden) und Onur Aycil (zurück zum TSV Bernhausen) auch: der Kapitän Valentin Haug (Karriereende), Simon Lechleitner (SV Böblingen), Philipp Widmayer (Fußballpause), Admir Fajic (GSV Maichingen), Sven Dobler (TSV Köngen), Felix Steyer (eigene zweite Mannschaft), Antonios Chandolias und Thomas Ivan (bei beiden Ziel unbekannt). Noch Fragezeichen gilt es hinter Mevlut Köse und Marc Brodbeck zu setzen.
Zu wohl wird in den Goldäckern also keinem werden – auch nicht nach der gestrigen Jubelnachricht. Immerhin aber: die größte Schreckensvision, der Absturz in die Bezirksliga, ist erneut gebannt.
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