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Der Favoritenschreck als Wegweiser


Nach vier Spielen ohne Sieg hofft der TV Echterdingen im Derby in Weilimdorf auf die Wende.
Zumindest eines scheint die jüngste Trainerschelte schon einmal bewirkt zu haben. An den Übungsabenden war beim Fußball-Landesligisten TV Echterdingen in dieser Woche volles Haus. Keine wegen sonstiger Privattermine Verhinderten, keine beruflich bedingten Ausfälle. Ja, selbst diejenigen mit kleineren Blessuren
C.Pescione (Weilimdorf)
C.Pescione (Weilimdorf)

C.Pescione (Weilimdorf)
bissen auf die Zähne. 19 Mann hat Mario Estasi gezählt. „Unter solchen Bedingungen lässt sich dann gut arbeiten“, sagt der Coach. Inwieweit sein Grummeln nun auch im Wettbewerb eine Besserung zeitigt, muss sich am Sonntag weisen. Ausgerechnet im Bezirksderby beim im Gegensatz zu ihnen zuletzt formstarken TSV Weilimdorf kämpfen die Gelb-Schwarzen gegen den Sturz vollends in die Krise.
Magere 13 Punkte haben die Echterdinger nach zwölf Spielen auf ihrem Konto – zwölf weniger als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison. Soll das von Estasi gesteckte Zwischenziel noch erreicht werden, wird sich die Mannschaft ordentlich strecken müssen. „Kommen wir bis zur Winterpause auf 20 Zähler“, sagt der Trainer, „wäre das in Anbetracht des bisherigen Verlaufs ein guter Wert.“ Und auch mit Blick auf das Restprogramm. Im Jahr 2017 haben Estasis Kicker nur noch ein Heimspiel, gegen den Titelfavoriten Heiningen, und treten dreimal auswärts an. Im Endspurt lautet die Frage nun: Abstiegszone oder wenigstens unteres Tabellenmittelfeld? Wie wird die Stimmung über Weihnachten sein?
In einem Aspekt nimmt Estasi allen Anhängern dabei vorsichtshalber gleich die Illusionen. Was den streckenweisen Rumpelfußball der vergangenen Wochen anbelangt? „In der jetzigen Phase zählen andere Dinge als ein feines Spiel“, sagt er – und weiß: „Wir müssen jetzt passende Ergebnisse bringen.“ Das Wie, das ist zweitrangig. Am ehesten, darf man Estasi glauben, über eine verstärkte Beherzigung von Grundtugenden: harte Arbeit, energischer Kampf, defensive Stabilität. Das sind auch die Schlagworte für die anstehende Begegnung im Stuttgarter Norden beim Favoritenschreck der aktuellen Runde.
Weilimdorfer Kunststück: der Vorjahresaufsteiger hat die derzeitigen Top drei der Staffel allesamt düpiert. 1:0 gegen Waldstetten, 4:2 gegen Heiningen, 3:1 zuletzt in Weilheim. Dass das Aufgebot des Sportlichen Leiters Manfred Porubek dennoch nur Achter ist, liegt daran, dass es sich demgegenüber auch eine Reihe gänzlich konträrer Auftritte gegen vermeintlich schwächere Gegner leistete.
Aufzupassen gilt es für die Gäste von den Fildern vor allem auf Carmine Pescione. Jener führt mit elf Treffern die Torschützenliste der Staffel an. Pikante personelle Note: im Kader des Gegners stehen gleich fünf Ex-Echterdinger, namentlich Güney Cömert, Florian Sprenger (beide ehemals TV Echterdingen), Dominik Ferdek, Aaron Nkansah und Sandro Villani (alle ehemals Calcio Leinfelden-Echterdingen).
Die eigene Elf muss Estasi zumindest auf einer Position verändern. Dennis Zschorsch ist nach seiner roten Karte beim jüngsten 1:1 gegen Bargau gesperrt. Seinen Platz in der Innenverteidigung wird Emre Göcer oder Theofilaktos Spiridopoulos einnehmen. Ein zweiter Wechsel zeichnet sich freiwillig ab. Meksud Colic dürfte nach seiner erneut mehrwöchigen Verletzungspause erstmals wieder eine Chance von Beginn an erhalten. Ob mit ihm mentale Frische und offensive Zielstrebigkeit ins Echterdinger Spiel einkehren? Nötig wäre es.
Zur Echterdinger Situation vor dem Derby: siehe auch „Nachgefragt“ mit dem Kapitän David Hertel rechts oben auf dieser Seite.