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Der Trainer ist angefressen wie nie zuvor


Die Fußballer des TV Echterdingen erwischen einen schwarzen Tag und velieren in Weilimdorf mit 0:3 – zum Ärger von Giuseppe Iorfida.
So angefressen wie am gestrigen Sonntagnachmittag dürfte Giuseppe Iorfida seit seinem Amtsantritt beim Fußball-Landesligisten TV Echterdingen noch nie gewesen sein. Ein kurzes Gespräch mit der Schreiberin dieses Artikels nach dem Schlusspfiff der Partie? Nein, dafür sei er überhaupt nicht in der Stimmung. „Ich habe wirklich gar keine Lust.“ Schließlich ließ sich Iorfida doch zu einem Statement hinreißen: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung. Wir waren nicht da, hatten keine Einstellung, waren nicht fokussiert. So kann man kein Spiel gewinnen“, sagte der Coach, machte kehrt und marschierte missmutig Richtung Kabine.
Und es gab sicher keinen einzigen Echterdinger Fan, der Iorfida nach der 0:3-Klatsche beim TSV Weilimdorf widersprochen hätte. Der Auftritt der Echterdinger, die vor dem Spieltag noch die Tabelle angeführt hatten, war einer Spitzenmannschaft nicht würdig. Die Niederlage war absolut verdient – und das auch in der Höhe.
Giftig, aggressiv, willig, technisch versiert, spielerisch stark – es sind Adjektive, mit denen Iorfida sicherlich gerne seine Spieler beschrieben hätte. Indes: nichts davon traf auf die Gelb-Schwarzen zu, alles dafür aber auf die um den Klassenverbleib kämpfenden Weilimdorfer Gastgeber. „Wir haben heute spielerisch attraktiven Fußball gezeigt und mutig nach vorn verteidigt“, sagte deren Trainer Holger Traub.
Die Echterdinger hingegen kamen von der ersten Minute an mit vielem nicht zurecht – vor allem nicht mit dem kleinen Kunstrasenplatz und dem Druck, den sie bei jeder Ballannahme vom Gegner zu spüren bekamen. Just dieses Pressing schon im Echterdinger Strafraum führte schließlich auch zum 0:1 aus Sicht des Filderteams. Der Ex-Calcio-Spieler Aaron Nkansah lief einen Querpass von Felix Winkler auf Höhe des Elfmeterpunkts ab, passte wiederum quer zum völlig frei stehenden Samir Genc, und der drosch die Kugel unhaltbar unter die Latte (19.). Sechs Minuten später hatte Genc die Chance, zu erhöhen, doch Tim Becker im Echterdinger Tor verhinderte mit einer Glanzparade zunächst Schlimmeres. Dass es jedoch schlimmer werden würde, hat Iorfida wohl schon zu diesem Zeitpunkt geahnt. Doch selbst seine Aufforderung, jetzt endlich mal den Schalter umzulegen, „das kann doch hier alles nicht sein“, fruchtete nicht. In den ersten 45 Minuten gab seine Mannschaft keinen einzigen Schuss auf das Tor des Weilimdorfer Keepers Dominik Ferdek ab.
Auch nach der Pause zeigten sich die Echterdinger nicht von ihrer Schokoladenseite. Der Gegner war weiter in allen Belangen überlegen. Und nachdem Tamer Harun Fara nach gut einer Stunde die Kugel zum 0:2 eingeschoben hatte, war die Messe gelesen (63.). Mit ihren langen Pässen in die Spitze kamen die Echterdinger auch weiterhin nicht zum Erfolg; zu gut war das Stellungsspiel ihrer Widersacher, die meist als erste am Ball waren.
Ein klein wenig Hoffnung aufseiten der Gäste hätte noch aufkeimen können, wenn der eingewechselte Mardochee Mourera 20 Minuten vor Schluss den Ball nach Vorarbeit von Leon Gerxhaliu nicht an den Pfosten, sondern ins Tor geköpft hätte. Es war die einzige echte Echterdinger Torchance in den gesamten 90 Spielminuten. Besser machte es Nkansah, der in der 79. Minute mit seinem Treffer für den Endstand sorgte.
TSV Weilimdorf: Ferdek – Raheem, Bozoglu, Plaste, de Sousa Lourenco – Nkansah (90.+3 Ataman), Gümüssu, Maric, Genc (87. Woldezion) – Hut, Fara (73. Baierle). TV Echterdingen: Becker – Zogaj (46. Garcia-Franco), Kuhn, Winkler, Hertel – Heim (46. Plattenhardt), Bulut (73. Große Scharmann), Bey, Gerxhaliu – Rui Tiago (63. Mourera), Dölker.

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