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Die Abwehr lahmt, der Angriff glänzt


Der TV Echterdingen verliert ein verrücktes Pokalspiel beim TSV Weilimdorf mit 9:10 nach Elfmeterschießen. Der Trainer Christopher Eisenhardt nimmt es locker.
Zehn Tore, ein Platzverweis und ein dramatisches Elfmeterschießen – die Erstrundenpartie im Wettbewerb um den WFV-Pokal
zwischen dem TSV Weilimdorf und dem TV Echterdingen bot alles, was sich ein neutraler Zuschauer wünschen kann. Die beiden Trainer hingegen schwankten zwischen Leid über defensive Schwächen und Freud über offensive Schmankerl. Am Ende jubelte der Gastgeber. „Es gibt Schlimmeres“, sagte der Echterdinger Trainer Christopher Eisenhardt.
Die erste Überraschung lieferte der TSV schon vor dem Anpfiff. Nicht der eigentlich für diese Runde vorgesehene Tobias Weis, einst Profi und Nationalspieler, nahm als Trainer auf der Bank Platz, sondern der Spieler Güney Cömert, ein Ex-Echterdinger. Nach nur drei Wochen ist Weis’ Amtszeit schon beendet. Über das Warum herrscht Schweigen.
Interimscoach Cömert stellte seine Männer jedenfalls gut auf den Gegner ein. Nach zehn Minuten gingen sie durch Haris Gudzevic in Führung. Bis zur Pause hätte Nicola De Pilla die Hausherren klar in Führung schießen können. Echterdingens Keeper Daniel Kamphues rettete zweimal stark gegen den alleinstehenden Angreifer – und äußerte lautstark seinen Unmut über die Defensivarbeit seiner Vordermänner. Zurecht, denn die Abstimmung funktionierte bei den Gästen praktisch gar nicht. „Ganz schwach“ fand das auch Christopher Eisenhardt und nahm von seiner Kritik lediglich den Keeper aus. Musterbeispiel: Nach dem Ausgleich durch Vincenzo Parrinello in der 42. Minute dauerte es keine 60 Sekunden, bis Weilimdorf wieder führte. Antonio Belobrajdic hatte sich in dem Fall keiner großen Gegenwehr ausgesetzt gesehen.
Nachdem die Partie in der zweiten Hälfte lange vor sich hingeplätschert war, nahm sie von der 79. Minute an verrückte Züge an. Erst brachte Echterdingens Zugang Tahir Bahadir sein Team mit einem Doppelschlag binnen einer Minute in Führung – nun wiederum gegen schläfrige Weilimdorfer Abwehrspieler. Dann rettete Mahdenhager Woldezion per verwandeltem Foulelfmeter seine Mannschaft in die Verlängerung. In der erzielte Bahadir in der 92. Minute seinen dritten Treffer des Tages, schön freigespielt von Tobias Heim und durchaus sehenswert. Wieder aber dauerte es nur etwa 120 Sekunden bis zum Ausgleich durch Patrick Härle – und unmittelbar nach Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung führte Weilimdorf wieder. Härle flankte, Woldezion traf, die Echterdinger schüttelten sich kurz – und rappelten sich ein weiteres Mal auf. Bahadir erhielt den Ball an der Strafraumgrenze, bekam von seinen Gegnern freies Geleit und legte auf Aris Charalampidis ab, der die Kugel nur noch ins leere Tor schieben musste.
„Offensiv war das wirklich ordentlich“, lobte Trainer Christopher Eisenhardt und Güney Cömert stimmte zu. „Beide Seiten haben ihr Magazin geladen.“ Dass die Angreifer nur so glänzen konnten, weil es die Verteidiger zuließen, nahmen beide Seiten zur Kenntnis, aber locker hin. „Wir hatten wenig Kompaktheit, aber so etwas ist so früh in der Vorbereitung normal“, sagte Christopher Eisenhardt. Zum Ende der Verlängerung hin schickte der Schiedsrichter Danny Kapell (Schiedsrichtergruppe Kocher/Jagst) noch Weilimdorfs Florian Sprenger mit Gelb-Rot vom Platz. Danach ging es ins Elfmeterschießen, wo Woldezion auf Weilimdorfer Seite verschoss und Friedrich Pfeifer Koelln sowie Niko Zalac bei den Gästen nicht trafen – und Weilimdorf feierte.
TSV Weilimdorf: Grahic – Wojcik, Sprenger, Simic – Jung – Gudzevic (77. Woldezion), De Pilla (70. Härle), Belobrajdic (112. Raheem), Schieber (90. Hoffmann) – Genc – Mujcic.
TV Echterdingen: Kamphues – Plattenhardt (76. Pfeifer Koelln), Kamdem Mabou (109. Schneider), Stehle, Hertel – Garcia-Franco – Heim, Zalac, Alavac (68. Charalampidis) – Parrinello, Bahadir.
 
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