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Freudentaumel nach Last-Minute-Tor


Der TV Echterdingen verabschiedet sich mit einem 2:1 in Bad Boll und dem somit dritten Sieg in Serie in die Winterpause. Der Gegner ist am Ende nur noch zu acht auf dem Platz.
Vom glücklosen Serienverlierer zum großen Endspurtgewinner: der Wandel der Landesliga-Fußballer des TV Echterdingen auf

der Zielgeraden vor der Winterpause ist vollends perfekt. Wer noch Zweifel daran gehabt hatte, dass Siegermentalität und Fortune tatsächlich in die gelb-schwarzen Reihen zurückgekehrt sind, der wurde am gestrigen Sonntag überzeugt: Der Treffer zum 2:1-Erfolg in Bad Boll fiel in der dritten Minute der Nachspielzeit. So hat das Filderteam aus den drei letzten Spielen des Kalenderjahrs die Maximalzahl von neun Punkten eingefahren. „Jetzt können wir wieder mit einem positiven Gefühl auf die Tabelle schauen“, sagte ein erleichterter Trainer Christopher Eisenhardt.
Ja, so schnell kann es gehen. Vor kurzem hatten die Echterdinger noch ein Überwintern in der Abstiegszone befürchtet. Nun verfügen sie über ein Polster von sechs Zählern zum roten Bereich, der bei  Platz 13 beginnt – das ist der Rang, der nach jetzigem Stand die Relegation bedeuten würde. „Wir haben in dieser ersten Saisonhälfte oft auf die Fresse gekriegt. Doch dank eines überragenden Teamspirits hat sich die Mannschaft Luft verschafft“, sagte Eisenhardt.
Zu den Matchwinnern wurden Nils Schaller und Tobias Heim. Der eine saß zunächst überraschend auf der Bank. Nachdem der Torjäger beruflich bedingt im Training gefehlt hatte, hatte Eisenhardt von seinen Prinzipien nicht abweichen wollen: nur wer unter der Woche da ist, spielt. Wer nicht da ist, eben nicht. Dann, nach seiner Einwechslung, hatte Schaller gleich drei dicke Chancen. Einmal stand ihm der Pfosten im Weg, einmal fehlte die Zielgenauigkeit – eine aber saß. Nach einem Foul an Friedrich Pfeifer Koelln versenkte der 27-Jährige den fälligen Freistoß zum 1:1-Ausgleich im Netz.
Der andere, Heim, sorgte schließlich in einer turbulenten Endphase für den ultimativen Echterdinger Jubel. Eine Kopfballvorlage von Schaller, ein Abstauber – das war der späte Siegtreffer. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Gegner nur noch zu neunt auf dem Platz. Anastasios Kivotidis und Pascal Hartmann hatten jeweils Gelb-Rot gesehen. Eine gar dritte Bad Boller Ampelkarte folgte im finalen Trubel. Da ereilte auch noch den Kapitän Sebastian Aust der vorzeitige Marschbefehl.
Letzterer hatte die Gastgeber in der ersten Hälfte mit einem strammen 16-Meter-Schuss nicht unverdient in Führung gebracht gehabt. „Nach der Pause waren dann wir das bessere Team“, konstatierte Eisenhardt, räumte aber zugleich ein, dass den Seinen in zwei Situationen das Glück zur Seite stand. Die Angreifer Daniel Zuljevic und Max Pradler vergaben weitere gute Möglichkeiten für den ebenfalls um den Klassenverbleib kämpfenden Gegner.
Der fürs Erste letzte Programmpunkt ist nun ein Abschlusstraining am heutigen Montag. Die Echterdinger gehen zum lockeren Ausklang in die Soccerhalle nach Bonlanden. Drumherum wollen die Verantwortlichen weitere Personalien abklären. Wer kommt? Wer geht? Am Kader, kündigt Eisenhardt an, werde sich schon noch was tun – an diesem Vorhaben ändert auch der starke Endspurt nichts.
TSV Bad Boll: Lache – Persch, Ammon, Kivotidis, Seidl – Hartmann, Sebastian Aust, Hansjörg Aust, Falzone (84. Sat) – Zuljevic (66. Matthias Aust), Pradler.
TV Echterdingen: Chandolias – Zogaj, Stehle, Garcia-Franco, Hertel – Lechleitner (89. Zugac), Heim – Aycil (73. Dobler), Pfeifer Koelln, Tokic (46. Widmayer) – Douty (46. Schaller).
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