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Finales Aufbäumen gegen das Unglaubliche


filderzeitung logoVor dem Schicksalsspiel gegen den TSV Buch bleibt in Echterdingen zumindest einer optimistisch.
Sollte es am Ende schief laufen, eines kann man Martin Kittelberger bestimmt nicht vorwerfen: nämlich, dass er es an Tatendrang und steter Zuversicht hätte fehlen lasse

n. Auch in dieser Woche wirbelte der Trainer wieder als personifizierte gute Laune über den Sportplatz. „Im Fußball ist alles möglich“, sagt er und bekennt: „Ich bin von Haus aus Optimist.“ Und wüsste man es nicht besser, man könnte glatt vermuten, dass es für den TV Echterdingen am morgigen letzten Spieltag um den Meistertitel geht – und nicht darum, den größten Tiefpunkt der jüngeren Abteilungsgeschichte doch noch irgendwie zu vermeiden.
Stichwort Abstieg. An diesem Samstag schlägt für die Gelb-Schwarzen die Stunde der Wahrheit. Nach einer verkorksten Saison, in der sich der vermeintliche Spitzengruppenanwärter zum Kellerkind degradieren lassen musste, ist der bange Punkt der Entscheidung erreicht. Das Hauptproblem: seit dem vergangenen Wochenende haben die Echterdinger ihr Schicksal nicht mehr in eigenen Händen. Mit ihrer 2:6-Schlappe beim Spitzenreiter Heiningen, die der gegnerische Ex-Profi Dominik Mader mit einem Tore-Sechserpack nahezu im Alleingang bewerkstelligte, sowie durch die gleichzeitigen Erfolge der Konkurrenz sind sie auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutscht. Wäre schon jetzt Schluss, wären Kittelberger und die Seinen raus und erstmals seit 16 Jahren nur noch Bezirksligist – ein Szenario das zum Rundenbeginn die meisten wohl für so wahrscheinlich gehalten hätten, wie dass der Verband den Ball künftig durch einen Würfel ersetzt. Unglaublich halt.
Doch erstens kommt es bekanntlich anders. Und zweitens, als man denkt. Vor dem Heimspiel gegen den TSV Buch bleibt nun nur noch das Prinzip Hoffnung. Die Devise lautet: selbst gewinnen – und dann beten, Daumen drücken und auf Schützenhilfe spekulieren. Von den Fernrivalen TSV Köngen und 1. FC Frickenhausen müsste zumindest einer gleichzeitig Federn lassen. „Wenn Weilimdorf so engagiert auftritt wie im Spiel bei uns, können die auch in Frickenhausen etwas holen“, schätzt Kittelberger. Freilich: erst einmal gelte es, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen. „Das Schlimmste, was passieren könnte“, ist laut Coach, „dass am Ende die anderen für uns spielen, wir selber aber nicht“.
Und bereits da wird es knifflig. Schließlich haben die Echterdinger ihrerseits zuletzt alles andere als einen stabilen Eindruck erweckt. Seit dem Einstieg von Kittelberger und dessen Partner Marc Elsäßer ergibt sich eine triste Bilanz von nur einem Sieg und fünf Niederlagen – dies bei happigen 25 Gegentoren. So stellt sich die Frage, ob in diesem fragilen Gebilde ausgerechnet jetzt beim Showdown die Nerven stand halten. Vor allem im Defensivbereich wird die Mannschaft zulegen müssen.
Ob es dabei ein Vorteil ist, dass es für den Gegner um nichts mehr geht? Schwer zu sagen. In der aktuellen Situation kommt aber jeder Strohhalm recht – ebenso wie die Tatsache, dass in dem Kapitän David Hertel, Meksud Colic und Severin Abt drei Verletzungssorgenkinder inzwischen wieder dabei sind. Demgegenüber fällt allerdings auch ein Leistungsträger neu aus. Simon Lechleitner weilt auf Studienfahrt in China.
Was das Personal für die nächste Saison anbelangt, ist derweil ein weiterer Zugang fix: Friedrich Pfeifer Koelln (Mittelfeld) wechselt vom MTV Stuttgart in die Goldäcker. Eigentlich sollte es für ihn ein Aufstieg in die Landesliga sein. Mal schauen, ob er damit richtig gedacht hat. Morgen Abend gegen 19 Uhr wird man mehr wissen – und auch, ob der Trainer Kittelberger dann immer noch gut Laune hat.