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Nächste Schlappe – die Krise spitzt sich zu


Der Landesligist TV Echterdingen verliert auch das zweite Spiel unter seinem neuen Trainerduo Kittelberger/Elsäßer. Beim 2:4 auf dem Platz des Tabellenvorletzten Bettringen hilft auch ein überraschendes Torhüter-Comeback nicht.
Der erhoffte Befreiungsschlag ist ausgeblieben. Nach dem desaströsen 1:9 in Hofherrnweiler mussten

die Landesliga-Fußballer des TV Echterdingen auch am gestrigen Donnerstag die Heimreise ohne Punkte antreten. Im Schlüsselspiel beim Tabellenvorletzten SG Bettringen lautete das Ergebnis 2:4. Damit belegen die Gelb-Schwarzen fünf Spieltage vor Schluss weiter den Relegationsplatz. Ihr Polster auf den ersten Direktabstiegsplatz beträgt fünf Punkte – und am Sonntag kommt nun der Aufstiegsanwärter TSGV Waldstetten in die Goldäcker. Die Krise spitzt sich zu.
Es mag nicht einfach sein, nach einem Debakel, wie es die Echterdinger vor fünf Tagen erlebt hatten, zur Tagesordnung zurückzukehren. Noch dazu, wenn nichts Geringeres als der Klassenverbleib auf dem Spiel steht. Klar, dass solche Umstände zur Verunsicherung beitragen. Doch selbst wenn man dies berücksichtigt, war das, was das Filderteam nun im Schwäbisch Gmünder Stadtteil gezeigt hat, erstaunlich dünn. Den Eindruck, dass sich eine Mannschaft mit Macht gegen den drohenden Abstieg stemmt, bekam man jedenfalls nicht. Da kann sich der neue Trainer Martin Kittelberger noch so sehr vor die Seinen stellen und sagen, dass er niemandem dem Willen absprechen wolle. Fakt ist: es hat erneut nicht gereicht für den vor der Saison so ambitionierten TV Echterdingen, selbst nicht gegen einen designierten Absteiger.
Vor allem im Spiel gegen den Ball ließen die Gäste von den Fildern einiges zu wünschen übrig. Symptomatisch der zwischenzeitlich Ausgleichstreffer zum Bettringer 2:2. Erst schauten die Echterdinger beim Doppelpass zwischen Lukas Hartmann und Johannes Eckl an der Strafraumgrenze zu, ehe Erstgenannter dann auch noch unbedrängt abziehen durfte. Keine Abwehrchance hatte Fabian Hieber, der überraschend im Tor stand. „Da wir nicht wissen, wann Valentin Haug wieder einsatzfähig ist, hatten wir Kontakt zu Fabian aufgenommen“, sagt der Abteilungsleiter Phillip Wunsch. Hieber, der nach der vergangenen Saison aus zeitlichen Gründen ausgestiegen war, hatte am Dienstagabend seine Bereitschaft für einen Einsatz signalisiert. Ob er den Gelb-Schwarzen auch in den nächsten Begegnungen aushelfen wird, bleibt abzuwarten. Kittelberger und sein Kompagnon Marc Elsäßer hoffen es zumindest. Denn an Hieber lag es nicht, dass die Echterdinger im nunmehr siebten Spiel in Serie ohne Sieg blieben. Bei allen vier Toren der Gastgeber war der Schlussmann machtlos. Ansonsten bewies er bei Schüssen von Andreas Rusche (21.), Bastian Härter (71.) und Müslüm Cokkalender (84.) seine Klasse und verhinderte gar noch Schlimmeres.
Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als ob die Echterdinger das 1:9 gut verdaut hätten. Zwar war dem Gegner gleich mit dem ersten Torschuss das 1:0 gelungen, jenes aber glich Maximilian Knödler mit einem beherzten Versuch schnell aus (10.). Als dann Timo Stehle nur vier Minuten später nach einer Ecke per Kopf die 2:1-Führung markierte, schien der TV Echterdingen im Spiel zu sein – war aber eben in seinen Aktionen gegen den jeweils ballführenden Spieler nicht konsequent genug. Pech zudem, dass der Bettringer Arthur Feil nach eine einem Kopfball von Knödler den Ball für seinen bereits geschlagenen Keeper noch von der Linie schlug. Es wäre das 3:2 für die Gäste gewesen – und vielleicht auch die Wende zum Guten.
Stattdessen machten die Gastgeber auf der anderen Seite mit zwei Toren den Sack zu – wobei sie noch zwei weitere Großchancen durch Eckl liegen ließ. Und so stand den Echterdingern nach dem Schlusspfiff erneut die Fassungslosigkeit ins Gesicht geschrieben. „Keine Frage: wir sind alle unglaublich enttäuscht“, sagte der Interimscoach Kittelberger.
SG Bettringen: Vaas – Bechthold (46. Grübel), Müller (83. Schweidler), Krätschmer, Feil – Rusche (60. Cokkalender), Härter, Hartmann, Hinderberger (80. Sittner) – Eckl, Adam.
TV Echterdingen: Hieber – Zschorsch, Göcer, Stehle, Garcia-Franco (64. Korkmaz) – Abt, Marinovic (80. Charalampidis), Lechleitner, Widmayer (88. Schmitt) – Schaller, Knödler.