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Letzte Chance im Kellerduell


filderzeitung logoNur wenn das Spiel heute Abend in Nürtingen nicht ausfällt, kann der TV Echterdingen ein Überwintern in der Abstiegszone verhindern. Für danach steht ein Abgang fest.
Es könnte ein ungemütlicher Abend werden. Schnee, Kälte – kurzum: ein Wetter, bei man eigentlich selbst den viel zitierten Hund nicht vor die Haustür jagt. Doch alles egal. Auf Seiten der Landesliga-Fußballer des
Max Knoll
Max Knoll

Max Knoll
TV Echterdingen würden sich sich notfalls wohl sogar Kufen unter die Schuhe schnallen, Hauptsache eines: es wird gespielt. Der dringliche Wunsch lautet: bloß keine weitere Absage. Schließlich bietet das Kellerduell am heutigen Freitag beim FV 09 Nürtingen die letzte Chance, ein Überwintern in der Abstiegszone zu verhindern. Es wäre die finale Möglichkeit für den Filderclub, eine enttäuschende erste Saisonphase nun wenigstens noch mit einem Erfolgserlebnis zu beschließen, bevor es in die dreimonatige Wettbewerbspause geht.
Nach Stand von gestern, so viel zur Echterdinger Zuversicht, stünde auf dem Kunstrasen beim Wörth-Stadion einem Anpfiff nichts im Weg. Eine endgültige Entscheidung wird jedoch erst heute fallen. Bei einem Nein wären die Gelb-Schwarzen mit bereits zwei Partien im Rückstand. Am vergangenen Wochenende hat das Wetter ja auch in Buch schon einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Klar, wir wollen jetzt spielen“, sagt der Trainer Mario Estasi, dessen Mannschaft auf den Relegationsplatz abgerutscht ist. Seine Einschätzung: „Ein Sieg, und wir könnten im neuen Jahr sauber neu durchstarten.“ Und zuvor ohne großen Angstschweiß auf der Stirn aufarbeiten, was in den vergangenen Monaten schief gelaufen ist.
Zusammensetzen will sich Estasi nach dem aktuellen Spiel mit den Verantwortlichen der Abteilung – auch, um eventuelle personelle Aufbesserungen des Kaders abzuwägen. Keinen Hehl macht der Coach schon jetzt daraus, dass er gern noch einen Mann fürs zentrale Mittelfeld hätte. Zumal: einer seiner ursprünglich als Leistungsträger eingeplanten Akteure wird, wie inzwischen feststeht, verloren gehen. Max Knoll verlässt den Verein. „Ich kriege Beruf und den für die Landesliga nötigen Aufwand einfach nicht mehr unter einen Hut“, sagt der 27-Jährige, der in der familieneigenen Metzgerei in Vaihingen beschäftigt ist. Wohin ihn sein sportlicher Weg führt, lässt er noch offen. Gemunkelt wird von einem Kreisliga-Engagement im Raum Ludwigsburg (FV Ingersheim?). Seinem Heimatclub SV Vaihingen hat Knoll nach eigener Aussage bereits abgesagt. Jener hatte als Erstes angeklopft.
Estasi bedauert diese Entwicklung. „Er war in der vergangenen Saison ein Eckpfeiler und vom Typus her brutal wichtig für uns“, sagt er. In der aktuellen Runde hat der Nun-Aussteiger allerdings dann immer häufiger gefehlt. Mal Urlaub, mal verletzt, mal privat verhindert, mal eben der Job. Gerade im Ausfall von vermeintlichen Fixgrößen wie Knoll oder Dennis Garcia-Franco (Handbruch/Daumenbruch) sieht Estasi einen der Gründe für die missratene Hinserie. Ein anderer: die zahnlos agierende Offensive. Vor allem jene nimmt der Trainer für heute Abend in die Pflicht. „Ich hoffe, dass unsere Angreifer jetzt endlich einmal das abrufen können, was sie auch im Training zeigen“, sagt er. Grüße damit beispielsweise an einen Maximilian Knödler oder Meksud Colic. Ob auch Nils Schaller dazugehören wird, ist noch offen. Letzterer musste in dieser Woche wegen eines grippalen Infekts aussetzen.
Was Mut macht: auf Rosen gebettet ist auch der Gegner nicht. Jener steht in der Tabelle drei Punkte hinter den Echterdingern. Nach einem noch guten Saisonstart ging es für die Mannschaft des Spielertrainergespanns Manuel Rothweiler/Oliver Scherb zuletzt steil bergab. Von ihren vergangenen zehn Begegnungen haben die Nürtinger nur eine gewonnen – und acht verloren. Ob wohl in Anbetracht dieses Laufs auch sie heute Abend unbedingt spielen wollen?