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Heimpleite nach Blitz-Gegentor


Der Landesligist TV Echterdingen verliert gegen den Spitzenreiter 1. FC Heiningen mit 0:2 – weil die Defensive nicht überzeugt und vor allem ein Spieler Torchancen zuhauf vergibt.
Gerade einmal 30 Sekunden waren am gestrigen Sonntag in den Goldäckern gespielt, als die Taktik der
TVE unterliegt nach Blitztor
TVE unterliegt nach Blitztor

TVE unterliegt nach Blitztor
gastgebenden Landesliga-Fußballer des TV Echterdingen auch schon über den Haufen geworfen war. Nach einem schnellen Angriff des Gegners konnte der Keeper Valentin Haug den Ball zwar noch abklatschen, gegen den Nachschuss von Dominik Mader war er aber machtlos – der frühe Rückstand. Am Ende stand es gegen den Tabellenführer 1. FC Heiningen 0:2. Aus dem Vorhaben der Gelb-Schwarzen, sich im letzten Heimspiel des Kalenderjahrs erfolgreich vom Publikum auf den Fildern zu verabschieden, ist also nichts geworden. Der Abstand zur Abstiegszone beträgt weiter nur zwei Punkte.
„Das frühe Tor hat uns natürlich voll in die Karten gespielt“, sagte der Heininger Trainer Denis Egger nach dem nunmehr zehnten Saisonsieg seiner Mannschaft. Sein Echterdinger Pendant Mario Estasi zeigte sich derweil nicht nur mit der eigenen Defensive unzufrieden, sondern einmal mehr auch mit der fehlenden Effektivität seiner Offensivkräfte. So hatte allein Meksud Colic Chancen zuhauf, versäumte es aber, sich für seine gute Leistung mit Treffern zu belohnen.
Vom Schock des Blitz-Gegentors erholten sich die Echterdinger überraschend schnell. Schon in den ersten 20 Minuten erkämpften sie sich vier Möglichkeiten zum Ausgleich. Der erwähnte Colic vergab drei, und Maximilian Knödlers Schuss aus dem Hinterhalt köpfte der Heininger Kapitän Pietro Maglio von der Linie. „Da haben wir schlecht verteidigt und auch Glück gehabt, dass die Echterdinger den letzten Ball nicht immer sauber gespielt haben“, sagte Egger.
Deutlich besser machten es die Seinen, die mit ihrer zweiten gefährlichen Aktion im Echterdinger Strafraum auch Treffer Nummer zwei bejubeln durften. Nachdem Haug diesmal einen Schuss von Mader aus drei Metern Entfernung noch mit einem starken Reflex pariert hatte, fiel der Ball vor die Füße des völlig allein gelassenen Max Hölzli, der sich nicht zweimal bitten ließ (23.). Ein Treffer, der Estasi noch mehr ärgerte als das 0:1. Denn wieder einmal waren die Gastgeber nicht richtig in den Zweikampf gegangen, wieder stimmten der Abstand zum Gegner und die Zuordnung nicht. Dass die Echterdinger zudem fast alle Kopfballduelle verloren, obwohl sie im Schnitt größer sind als die Gäste, soll nicht unerwähnt bleiben. „Unsere Defensivarbeit hat mir heute wirklich nicht gefallen“, sagte Estasi. Das lag freilich nicht allein daran, dass der etatmäßige Innenverteidiger Emre Göcer kurzfristig privat hatte passen müssen und der Coach zum Umstellen seiner Viererkette gezwungen war.
Nachdem Nils Schaller kurz vor dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Tobias Faißt (Schiedsrichtergruppe Leonberg) noch eine Großchance liegen gelassen hatte – Maglio hatte sich in seinen Schuss geworfen –, war es nach dem Wiederanpfiff erneut Colic, der die eigenen Fans fast zur Verzweiflung brachte. Erst verfehlte er das Tor nach einem Querschläger der Heininger um Zentimeter, später scheiterte er nach einem Querpass seines Mitspielers Philipp Widmayer.
Obwohl den Echterdingern die Zeit davonlief, steckten sie nicht auf – auch nicht Colic, der vermutlich noch zwei Stunden hätte spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. So gehörten auch die beiden letzten Gelegenheiten dem Mann mit der Nummer neun auf dem Rücken. Zunächst verfehlte er eine scharfe Hereingabe des eingewechselten Duje Tokic, dann fand der seinen Meister im Heininger Keeper Raphael Maskow .
„Der Gegner wollte den Sieg heute etwas mehr als wir. Das hat mit den Ausschlag gegeben“, sagte Estasi, der sich vor dem Anpfiff durchaus Hoffnungen auf etwas Zählbares gemacht hatte. Nach dem 2:0-Sieg in Weilimdorf und den guten Trainingseinheiten dieser Woche sei er eigentlich positiv gestimmt gewesen.
TV Echterdingen: Haug – Spiridopoulos, Rueff (54. Knoll), Stehle, Hertel – Marinovic (60. Korkmaz) – Colic, Schaller, Lechleitner, Kranjc (52. Widmayer) – Knödler (67. Tokic).
1. FC Heiningen: Maskow – Reichert, Maglio, Neumann – Kern, Perez Castaneda – Gromer (74. Isik), Kriks (60. Carfagna), Kavak (67. Kaufmann), Hölzli (84. Lissner) – Mader.