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Echterdinger Chancenwucher wird bestraft


filderzeitung logoTrotz drückender Überlegenheit unterliegt der Filderclub in der ersten WFV-Pokalrunde in Ulm mit 1:2.
Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Und wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft. Kombiniert man diese beiden Fußballweisheiten, dann hat man die Gründe für die überraschende und völlig unnötige 1:2-Pleite des TV Echterdingen in der ersten WFV-Pokalrunde am Samstag bei der klassentieferen Regionalliga-Reserve des SSV Ulm 1846. „Wir haben einen Riesenaufwand betrieben, aber gleichzeitig eine unfassbare Vielzahl an

Torchancen ungenutzt liegen gelassen. Am Ende hat uns der Gegner für unsere Verantwortungslosigkeit bitter bestraft“, lautete das Fazit des frustrierten Co-Trainers Ingo Ramljak, der beim ersten Pflichtspielauftritt der Saison den im Urlaub weilenden Chefcoach Mario Estasi an der Seitenlinie vertrat.
Dabei waren die Gäste aus Echterdingen glänzend in die Begegnung gestartet. Schon in der vierten Spielminute brachte Dennis Garcia-Franco die Seinen mit einem schönen Freistoßtreffer in Führung. Der Ball schlug im linken oberen Torwinkel ein, wobei der Ulmer Keeper Mustafa Özhitay, vom dem später noch die Rede sein sollte, ohne Abwehrchance war.
Die Gelb-Schwarzen zeigten bis zum Halbzeitpfiff eine gute Leistung und erspielten sich gegen den amtierenden Vizemeister der Bezirksliga Donau/Iller Tormöglichkeiten, mit denen man leicht und locker drei Spiele für sich hätte entscheiden können. Ihr mit dem letzten Aufgebot angetretener Kontrahent wirkte demgegenüber brav und bieder, dass es nur eine Frage der Zeit zu sein schien, wann die Echterdinger weitere Treffer nachlegen und so die Partie vorzeitig zu ihren Gunsten entscheiden würden. Doch wahlweise waren die Abschlüsse zu unpräzise oder zu leichtfertig – oder aber der Favorit scheiterte am erwähnten Schlussmann Özhitay. Jener gehört eigentlich dem Regionalligakader des Gegners an und hütet obendrein im U-21-Nationalteam von Aserbaidschan den Kasten. Und Pech kam dann für den TV Echterdingen auch noch dazu. Dreimal landete der Ball am Aluminium.
In diesem Stil ging es bei brütender Sommerhitze zunächst auch im zweiten Durchgang weiter, ehe die Ulmer Heimelf durch einen etwas zu hoch angesetzten Kopfball von Giscard Nkaji (50.) ihre bis dahin beste Strafraumaktion zu verzeichnen hatte. Sieben Minuten danach gelang Patrick Hanisch der überraschende Ausgleich. Nach einem Echterdinger Ballverlust auf Höhe der Mittellinie startete Hanisch einen Sololauf und schloss diesen mit einem Flachschuss zum 1:1 ab – dem Neuzugang Hiroaki Kawama im Gästetor blieb dabei nur das Nachsehen.
Gleiches galt denn auch bei der Entscheidung in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als sich die mangelhafte Chancenverwertung des Filderteams endgültig rächen sollte. Zum Ulmer Matchwinner avancierte der erst in der Schlussphase eingewechselte Torjäger Alexander Cvijanovic, der nach einem Doppelpass mit Miguel Araujo frei vor Kawama auftauchte und die Kugel ebenfalls per Flachschuss in die Maschen beförderte. Kurz darauf war Schluss – und für die ambitionierten Echterdinger wie schon im Vorjahr bereits in der ersten Runde des Wettbewerbs Endstation.
Freilich: zum erhofften Zweitrundenduell mit dem Oberligisten TSG Backnang wäre es eh nicht gekommen. Denn auch der schied überraschend aus, mit einem 1:2 beim Bezirksligisten FV Neuhausen.
SSV Ulm 1846 II: Özhitay – Kuzu (58. Durmus), Simon, Günduz, Aktürk – Nkaji, Hörmann, Malheiro, Oberkirsch – Hanisch, Bußhardt (78. Cvijanovic).
TV Echterdingen: Kawama – Rueff, Spiridopoulos (71. Göcer), Stehle, Hertel – Garcia-Franco, Korkmaz (64. Tokic) – Lechleitner, Schaller (Di Fabio), Widmayer – Colic.